Der Berliner Kindertheaterpreis 2027
Nach 20 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit geht der gemeinsame biennale Wettbewerb zur Entwicklung neuer Kinderstücke des Berliner GRIPS Theaters und des Energiedienstleisters GASAG in eine neue Ära. Fünf Autor:innen (vier Autor:innen, ein Autor:innenduo) werden in einem Stückentwicklungsprozess u.a. in zwei Intensivworkshops mit den dramaturgischen und theaterpädagogischen Ressourcen des GRIPS Theaters begleitet. Eine weitere Säule ist die ausgebaute Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Alle in den bisher 10 Ausgaben der Kooperation entstandenen Gewinner:innenstücke wurden am GRIPS Theater auf die Bühne gebracht, viermal wurden entstandene Aufführungen zum Mülheimer KinderStückePreis eingeladen. Mit dem Relaunch wollen GRIPS und GASAG die Stimmen von Kindern im Theater stärken und gleichzeitig die Relevanz professioneller dramatischer Texte im Theater für junges Publikum unterstreichen.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit
Sophie Blomen & Max Reiniger Sophie Blomen (Theater- und Festivalmacherin, Studium Szenische Künste in Hildesheim, künstlerische Leitung des transeuropa-Festivals 2018) und Max Reiniger (Regisseur, ebenfalls Teil der künstlerischen Leitung von transeuropa 2018, Inszenierungen u. a. am Schauspiel Hannover und Ballhaus Ost Berlin) schreiben seit mehreren Jahren gemeinsam. Ihr Stück SUPA HELL wurde mit dem Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreis ausgezeichnet.
Jara Nassar ist queere deutsch-libanesische Schriftstellerin, Performerin und Poetin und schreibt auf Deutsch, Englisch verwoben mit libanesischem Arabisch. Ihr Stück „Hoch und immer Höher“ ist für den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts nominiert, mit „Baba Dein Herz“ feierte sie 2025 ihre erste Uraufführung.
Simone Saftig ist Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Kulturjournalistin. 2024 erhielt sie das Nah dran!-Stipendium für „herzkopfüber“; ihr Debüt „Modern Mermates“ gewann den Textflimmern-Preis am Theater Kiel. Sie ist Atelierautorin 2025/26 am Deutschen Theater Berlin und promoviert an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Chantal-Fleur Sandjon ist eine afrodeutsche Autorin, Lektorin und Spoken-Word-Künstlerin. Ihr Interesse gilt besonders der vielschichtigen und poetischen Darstellung queerer Schwarzer Lebenswelten in Deutschland. Ihr Jugendroman in Versen „Die Sonne, so strahlend und Schwarz“ (Thienemann, 2022) wurde 2023 u. a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium und dem Vielfalter-Preis ausgezeichnet.